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Digitale Anzeigetechnik ersetzt analoge Zeigeruhren

LED stahlhart: Kann Hitze im Warmwalzwerk problemlos ab

Vorteile auf einen Blick

  • Langlebiges wartungsfreies System auch bei starker Staub- und Schmutzbelastung
  • Leuchtstarke und kontrastreiche LED-Technik für optimale Ablesbarkeit
  • Informationen just-in-time dank flexibler LED-Visualisierung
  • Zügige Projektabwicklung samt kundenspezifischer Konfiguration

In Königswinter (NRW) wird auf einer europaweit einmaligen Walzstraße Breitflachstahl mit bis zu 20 Metern Länge produziert. Entstanden ist das Walzwerk in Königswinter (WW-K, Warmwalzwerk Königswinter GmbH) bereits in den 1950er Jahren. Heute mehr denn je auf Wachstumskurs, verstand man es in Königswinter immer, mit der Zeit zu gehen. Nur konsequent also, dass analoge Zeigeranzeigen in der Produktion ihren digitalen Pendants weichen mussten.

Damit ein echter Mehrwert beim Umstieg von analoger auf digitale Technik entstand, setzte WW-K auf eine LED-Lösung des Systemelektronikanbieters microSYST aus Bayern. „Am Ende sollte die Anzeige einfach unseren Bedürfnissen entsprechen, bei herausfordernden Grundvoraussetzungen im Walzwerk“, fasst Bernd Görres, Leiter Instandhaltung und Konstruktion bei WW-K, den Wunsch nach einer individuell passgenauen Anfertigung zusammen.
 

Ohne gehts nicht: Nötige Anpassungen gegen Hitze- und Staubentwicklung

Die gelieferte Anzeige selbst kann erstmal alles, was LED-Visualisierung im industriellen Umfeld können sollte: Achtfarbspektrum, Profinet-Schnittstelle, hoher Kontrast und Leuchtstärke bei wenig Bautiefe sorgen für einfache Einsetzbarkeit. Direkt an der Produktionslinie im Warmwalzwerk positioniert, muss die Anzeigelösung jedoch nicht nur leuchtstark ausfallen, sondern obendrein und vor allem hart im Nehmen sein: Hohe Temperaturen an der Walzstraße sind ebenso unumgänglich wie die erhöhte Staub- und Schmutzbelastung. Die von microSYST gelieferte Anzeige des Typs migra im Format 108 mal 70 cm setzt dazu auf ein lüfterloses, absolut staubdichtes Gehäuse. Um den Anforderungen extremer Betriebstemperaturen gerecht zu werden, wurde eine Plexiglasscheibe verbaut, eine geänderte Gehäuseausführung optimiert die Anzeigenkühlung. Angepasste Dichtungen und Klebstoffe, zum Beispiel im Bereich der Frontscheibe, kommen ebenso problemlos mit hohen Temperaturbereichen klar wie die neu ausgelegten Netzteile.
 

Von der Skizze bis zum Go-live in 10 Wochen

So ausgestattet läuft die LED-Anzeige selbst bei Hochbetrieb zuverlässig und bleibt stets einwandfrei sowie exakt ablesbar. Nicht einfach „nur“ digital, lässt sich die Darstellung nach Bedarf jederzeit konfigurieren – hilfreich zum Beispiel bei einer Umstellung der Produktionslinie auf neue Aufträge mit veränderten Kennwerten des Stahlprodukts. „Rundum zufrieden“ lautet Görres Resümee zur digitalen LED-Anzeigelösung, die sich seit dem vierten Quartal 2023 im 24/7-Dauerbetrieb beweist. Von der ersten Skizze bis zum Live-Einsatz brauchte microSYST übrigens nur zehn Wochen – inklusive eingehender Beratung vorab, technischer Skizzen, die verschiedene Anzeigelösungen aufzeigten, intensiver Abstimmung mit den Verantwortlichen bei WW-K, Sonderanfertigung – und kundenspezifischer Softwarekonfiguration der Anzeige.

Parallel zur neuen LED-Technik laufen noch immer auch analoge Anzeigen an Europas einmaliger Walzstraße in Königswinter – Nostalgie? Vielleicht einfach nur eine Frage der Zeit, bis sich die digitale Version komplett durchsetzt …